Energie-Einsparpotenziale gezielt nutzen

 
„Eine neue Heizungsanlage ist bereits installiert, die alten Fenster nahezu komplett gegen neue, dreifach verglaste Fenster ausgetauscht. Außerdem: „Bei uns gibt es keine Geräte, die im Standby-Modus laufen.“ Statt auf Standby schaltet Löw lieber komplett ab. In einem Aktionsplan hat er die verschiedenen Maßnahmen zusammengefasst und sich damit beim Projekt des Hessischen Umweltministeriums „100 Unternehmen für den Klimaschutz“ beworben. Sein Maßnahmenkatalog kam an: Sein Unternehmen ist nun eines von über 80 in Hessen, die sich bisher zum besonderen Klimaschutz verpflichtet haben.

Mit seinem kleinen Unternehmen kann Löw längst nicht alle Maßnahmen umsetzen, die das Hessische Ministerium für die teilnehmenden Unternehmen vorschlägt. So könnten nach Vorstellung des Ministeriums zum Beispiel Mitarbeiter ermuntert werden, Fahrgemeinschaften zu bilden. Bei der Immobilienverwaltung gibt es außer dem Chef aber nur eine Mitarbeiterin – und die hat andere Arbeitszeiten. Hier wird auch nichts produziert, so dass auch der Einsatz von klimaschonenden Vorprodukten nicht in Frage kommt. Dennoch bieten sich auch für das Verwaltungsunternehmen Möglichkeiten, nachhaltig und klimafreundlich zu wirtschaften, meint Löw. Über eine komplette energetische Sanierung, Dach- und Fassadendämmung habe er nachgedacht und liebäugele auch mit einer Photovoltaikanlage auf seiner 800 Quadratmeter großen Flachdachfläche.“

Aus: „Ich bin Klimatist“, Interview von Elisabeth Hofmann-Mathes mit Ralf-Ulrich Löw, erschienen in: Höchster Kreisblatt